Beni zum Erlebnis Universiade Belgrad 2009 Zwei Goldmedaillen – das bestmögliche Resultat das man erreichen kann. Ich hätte nicht gedacht dass meine Erwartungen an die Universiade so toll erfüllt werden würden! Ich wollte einen schönen Abschluss meiner Universiade-Erlebnisse, ich wollte meinen subjektiv erfahrenen Aufwärtstrend mit guten Resultaten bestätigen, und ich wusste um die Stärke der Schweizer Mannschaft. Aber dass gleich alles so perfekt ablaufen würde hätte ich nicht vorausahnen können! Der Einzelwettkampf verlief aus meiner sicht fantastisch – nicht weil ich den ganzen Tag auf einem super Niveau gefochten hätte, sondern weil ich mich eher den ganzen Wettkampf durch kontinuierlich gesteigert habe. Ausserdem war ich auch im Kopf stark und konnte in brenzligen Situationen ruhig bleiben. So hatte ich mich bei Rückständen nie unsicher gefühlt, und im Achtelfinale, als es in den „sudden death“ ging, immer daran geglaubt, dass ich den entscheidenden Treffer setzen würde. Dazu kam noch das Abschneiden von Fabian Kauter, der mit seiner starken Fechtweise immer vorlegte und mich so zu Höchstleistungen trieb. Dass wir im Halbfinale aufeinander trafen, war einerseits schade, andererseits hat es jedoch auch sehr viel spass gemacht, so weit vorne im Wettkampf gegen meinen Freund fechten zu dürfen. Nach dem Einzelwettkampf war ich nervös, da ich unbedingt mit dem Team die gleiche Medaille holen wollte wie im Einzel: Gold! Wir waren als Nummer 1 gesetzt, und es war klar für uns alle, dass wir die Favoriten sind und diese auch Nummer behalten wollen! So kam es, dass ich anfänglich noch etwas Mühe hatte, in die Gänge zu kommen. Ich wollte dem Team unbedingt helfen, diese Medaille zu gewinnen, und habe mich so selber ein wenig blockiert. Die Teamkollegen haben mich dann aber so stark gepusht, dass ich im Halbfinale gegen Russland wieder zu meiner Fechtweise finden konnte. Alle im Team fochten so stark! Technisch und taktisch waren wir sehr gut drauf, und konnten so die Russen mit einem hohen Sieg nach Hause schicken. Im Finale war es dann immer sehr knapp. Aber auch als wir zeitweise mit 5 Treffern hinten lagen wusste ich: wir holen das noch! Ich bin froh, meinen Teil dazu beigetragen zu haben indem ich sozusagen die Wende eingeläutet habe, als ich in meinem letzten Gefecht 4 Treffer aufholen konnte. Aber das ganze Team hat sackstark gefochten und ich freu mich sehr für alle, dass es geklappt hat! Danke an alle die uns unterstütz haben, sei es nun vor Ort ,oder auch per sms oder Email. Ihr alle habt auch einen Teil dazu beigetragen! Das Abenteuer Universiade ist nun zu Ende für mich. Mit diesen zwei Goldmedaillen habe ich einen krönenden Abschluss realisiert, und auch Marco Obrist, dem scheidenden Disziplinenchef Fechten, einen schönes Abschiedsgeschenk machen können. Ich habe ausserdem nicht nur die beiden Goldmedaillen gewonnen, sondern auch viele neue Eindrücke und Freundschaften. Es war hier in Belgrad ein einmaliges Erlebnis, mit dem ganzen Schweizer Team an der Universiade gewesen zu sein! Nun widme ich mich den Europa- und Weltmeisterschaften, die dieses Jahr noch anstehen. Der Schwung von der Universiade soll mitgenommen werden, auf dass noch weitere Topresultate folgen! Mein nächster Riesensportanlass kann zwar nicht mehr Universiade heissen – aber Olympia 2012! |